Mittwoch, 2. Januar 2013

Jahresrueckblick Teil II



Juli: An einer Göttinger Klinik soll es zu Unregelmäßigkeiten bei der
Vergabe von Spenderorganen gekommen sein. Ärzte sollen Akten
gefälscht haben, um einzelne Patienten zu bevorzugen. Im Laufe des Jahres kommen Verdachtsfälle an weiteren deutschen Krankenhäusernhinzu.



August: Der deutsche Ruder-Achter gewinnt in beeindruckender Weise Gold bei den Olympischen Spielen in London. Ebenso wird der Triumph der Hockey-Herren in Erinnerung bleiben. Im Medaillenspiegel landet Deutschland am Ende auf Platz sechs. Die Bilanz: 11 Mal Gold, 19 Mal
Silber, 14 Mal Bronze.

Die drei Punkrockerinnen der Band Pussy Riot werden in
Moskau zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Ihnen wird Rowdytum aus "religiösem Hass" vorgeworfen. Nur eine der Musikerinnen wird später begnadigt.



September: Ein Schmähfilm über den Propheten Mohammed löst heftige Proteste in der islamischen Welt aus. Demonstranten stürmen westliche Botschaften, etwa im Sudan und in Libyen. Der amerikanischeBotschafter Chris Stevens kommt dabei ums Leben.



Oktober: Felix Baumgartner springt in einer Höhe von rund 39 Kilometern aus einer Ballonkapsel. Nie zuvor hatte sich ein Fallschirmspringer dort hin gewagt. Er ist der erste Mensch, der im freien Fall die Schallmauer
durchbricht. Der Österreicher übersteht die Aktion unverletzt.


Oktober: Hurrikan "Sandy" hinterlässt an der US-Ostküste eine Spur der Verwüstung. Weit über 100 Menschen sterben, 1,5 Millionen Haushalte sind ohne Strom. Der Schaden geht in die Milliarden.



November: Barack Obama wird als US-Präsident wiedergewählt. In seiner emotionalen Siegesrede macht er seiner Frau und seinen beiden Kindern eine Liebeserklärung.



Dezember: Den Dezember habe ich mir fuer meinen privaten Jahresrueckblick freigehalten.
Wenn ich nun hier so zurueck blicke, war es ein ausgewogenes Jahr.
Das Gute sowie das Schlechte hielt sich die Waage. So ist nun mal das Leben.
Gut, die persoenlichen Verluste, der ploetzliche Tod von Shela, hauten voll auf das Gemuet. Aber auch dieser Schmerz verging oder besser wurde gemildert.
Man darf sich nicht haengen lassen egal was einem wiederfaehrt.
Fuer das neue Jahr wuensche ich mir etwas mehr Frieden sowie Gerechtigkeit in der Welt.
Zum Schluss moechte ich noch Danke sagen an all die Menschen, die es wieder mal ein Jahr mit mir ausgehalten haben.

Danke euch wunderbare Menschen.

Danke an meine beste Freundin Jutta, die immer ein offenes Ohr fuer meine Belang hat.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Weihnachtsgeschichten II



Berliner Weihnacht
Verfasser unbekannt
eingeschickt von Christine Radtke

Weihnacht will es wieder werden
hier herunten auf der Erden.

Und man sieht die Leute loofen,
weil se wild Jeschenke koofen.
Lachs und Kaviar und Sekt,
Jänse ooch, weil det jut schmeckt.
Appelsinen, Feinjemüse,
Nüsse, Feijen alle diese
Dinge sagen so die Leute,
braucht zum Weihnachtsfest man heute.

Ach, nu hätt ick bald vajessen,
ooch Schokolade will man fressen
und Fondant und Lebekuchen
soll man nich vajebens suchen.

Und es klingeln mit Frohlocken,
Ladenkass und Kirchejlocken,
und jeschwächt vom Einkaufsjagen
hört man dann die Leute sajen:
Nächstes Jahr zur Weihnachtsfeier
machen wir es schlicht nich teuer.

Um dann wieder, siehe oben,
vor dem Feste loszutoben!


Quelle: http://www.weihnachtsstadt.de/Gedichte/mundart/Adventsgeschichte.htm


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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Weihnachtsbrauchtum




Die verschiedenen Gabenbringer
oder Wer bringt mir die Geschenke: Christkind oder
Weihnachtsmann?

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann
und dem
Christkind? Beide kommen am Weihnachtsabend, bringen die
Weihnachtsgeschenke, sind dabei nicht zu sehen, natürlich kommt
aber immer
nur einer - der Weihnachtsmann ODER das Christkind.
Warum gibt es also nicht nur eine Person?

Den Grund für die verschiedenen Figuren die Heilig Abend, in
manchen Gegenden auch früher oder später, die Geschenke bringen ist nicht einfach erklärt.

Ein Grund ist im Bereich der Religion zu suchen, die verschiedenen
Religionen lehnen bestimmte Figuren ab, so daß sich ein regionaler
Unterschied zeigt. Diese Unterschiede verwischen in der heutigen Zeit immer mehr, da der Umzug einer Familie in andere Regionen nicht selten ist.

Ein anderer Grund ist in den Geschichten und Sagen aus den
verschiedenen Regionen zu suchen. Hier wurden im Laufe der Generationen die Geschichteder Gabenbringer erzählt.

Zum Schluß spielt noch Funk und Fernsehen eine Rolle, so wurde z.B. der Weihnachtsmann von einer bekannten Getränkefirma so stark bekannt gemacht, daß er immer mehr Liebhaber findet und die anderen Gabenbringer ein wenig verdrängt.

Grob erklärt wer wo zuständig ist:
Im Norden Europas bringt der Weihnachtsmann die Geschenke,etwa ab der Mitte Deutschlands kommt das Christkind, SinterClaas kommt in Holland am 6. 12.,
die Hexe Befana in Italien am 6.1., in Spanien sind es die heiligen drei Könige am 6.1., in den Östlichen Regionen kommt Väterchen Frost.
Alle haben aber gemeinsam, daß sie die guten Kinder beschenken und an das Christuskind in der Krippe erinnern.

Auch wenn diese Gabenbringer jeweils nur für eine bestimmte Region zuständig sind, müssen sie eine enorme Anzahl an Geschenken zu den Kindern bringen. Da es sich dabei um fiktive Gestalten handelt, müssen sie dafür glücklicherweise keinen Sofortkredit aufnehmen.

Angesichts der oft hochwertigen Gaben stellt sich vielmehr die Frage, wie die Eltern die Weihnachtseinkäufe ohne eine zusätzliche
Finanzspritze bewältigen können. Viele entscheiden sich allerdings
auch ganz bewusst gegen kostspielige Weihnachtsgeschenke und
stellen nicht den Gegenwert der Ware, sondern die Geste des
Beschenkens in den Vordergrund.

Christliche Nächstenliebe:
Besonders zur Weihnachtszeit wird an die christliche Nächstenliebe appelliert. Die Kirchen sammeln für einen bestimmten Zweck, besonders zu Heiligabend wird mehr an arme und bedürftige Menschen gedacht. Eine Tradition, die es heute nicht mehr gibt, zeigt, dass dieser Gedanke schon sehr alt ist: Früher schmückte man den
Weihnachtsbaum auch mit essbaren Dingen wie Äpfel, Birnen,
Lebkuchen, Nüsse oder Oblaten. Wenn der Baumschmuck nach
Weihnachten nicht bereits aufgegessen war, wurde er an Arme
verteilt. Eigentlich eine schöne, aber eben verloren gegangene
Tradition.
Stattdessen praktizieren manche Menschen heute den
Brauch, das Geld, das sie für Geschenke ausgeben würden, zu
spenden. Kostspielige Geschenke gibt es dort nicht, stattdessen wird vereinbart, für ein bestimmtes soziales Projekt zu spenden.

Auch ein schöner Gedanke - wer nicht ganz auf Weihnachtsgeschenke verzichten möchte, kann für sich einen Mittelweg finden.
Man muss es ja nicht übertreiben, sondern kann auf dem Teppich bleiben:
Kleine Weihnachtsgeschenke und eine kleine Spende.

Und besondere Geschenke müssen nicht immer teuer sein - im Gegenteil ist manchmal eine kleine Aufmerksamkeit auch ein großes Geschenk.



Quelle: http://www.weihnachtsstadt.de/brauchtum/allgemein/Gabenbringer.htm


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Dienstag, 18. Dezember 2012

Ein Weihnachtsgedicht



ADVENTZEIT
v. Brigitte Kemptner


Weihnachtsduft steigt in die Nase,
ein Hauch von Nüssen, Mandeln fein.
Tannenzweige in der Vase,
dazu verzaubert Kerzenschein.


Den Teig geknetet mit den Händen,
die Kinder stechen Plätzchen aus.
Bunter Schmuck hängt an den Wänden,
Ein Wohlgeruch im ganzen Haus.


Der Ofen macht jetzt Überstunden,
backt Zimtsterne und Marzipan.
Die feinen Lebkuchen, die runden
und Spritzgebäck – allem voran.


Am Abend sitzt man hin und wieder
In trauter Runde, froh gestimmt.
Singt mit den Kindern Weihnachtslieder,
wenn im Kamin das Feuer glimmt.


Quelle: http://www.weihnachtsstadt.de/Gedichte/mundart/Adventsgeschichte.htm


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Montag, 17. Dezember 2012

Geschichten zur Weihnacht I



Eine Adventsgeschichte
in Bayrisch
eingesandt von Hannelore Meyer

I woass net, ob dö G'schicht ihr kennt,
sie hat sich ab'gspielt im Advent.
I les euch vor, weils mir fallt ei,
d'Leut sog'n, dös soll wahr g'wen sein.

Da is a alts Muatterl gwesen,
alloa in ihra Stub'n drinn gsessn,
und hat sich so Gedank'n g'macht
was s'Christkind früher ihr hat bracht.

Ja ja, hat's gsagt, dös war'n no Zeit'n
da kunnt ma allerhand bestreit'n
jetzt bin i arm und alt dazua
und hab a kaum zum Essen gnua.

Wia's so da sitzt und überlegt,
hat sie sich einen Plan ausgheckt.
S'Christkind beschenkt doch alle Leit,
jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
wia war's, wenn i eam schreib'n tät,
daß i a große Bitt no hätt.
Vielleicht macht's mir no de Freid,
grad heuer in der Weihnachtszeit.

Sie holt sich Bleistift und Papier
aus der Schublad schnell herfür.
Setzt sich an den Tisch sodann
und fangt wia folgt zu schreiben an:

Liebes Christkind, schreibt's mit'm Stift
auf das Papier als Überschrift.
Du bist allmächtig und sehr stark,
schick mir doch bitte 100 Mark!
Erfüll die Bitte einer Armen,
i wünsch an Mantel mir, an warmen.
Wann i dös Geld hätt, war dös schee,
kannt i zum Mantel kaufa geh.
I brauch'n wirklich schon sehr bald,
denn drauss'n ist es bitterkalt.
Hochachtungsvoll hat sie zuletzt
vor ihrem Namen druntergesetzt.
Den Briefumschlag hat's ungeniert
an das Christkind adressiert.
Den Absender auf d'andere Seit,
dös war von großer Wichtigkeit.
Sie tuat den Brieaf in Umschlag nei
und is zum Kast'n grennt a glei.

Nachdem dös alles war gescheh'n,
sah man sie froh nach Hause gehn.

Der Postler von dem Postamt acht
hat koane schlechten Augen g'macht.
So momentan is baff er g'wen,
wia er den Brieaf ans Christkind g'segn.
Des is eam ja no nia passiert,
a Brieaf an's Christkind adressiert.
Er hat sehr lange nachgedacht
und dann den Umschlag aufgemacht.
Als er den Inhalt überblickt,
den Brieaf er an's Finanzamt schickt.

Der Beamte von dera Stell
Öffnet den Brieaf sehr schnell.
Nachdem dös Schreib'n er durchgeles'n
war der Fall ihm klar gewes'n:
Man muaß ihr helfn, des is g'wiß,
schon deshalb, weil bald Weihnacht' is.
Die Kollegen von sei'm Amt,
haben mitg'macht allesamt.
Er braucht da gar net lang zu frag'n
jeder hat was beigetrag'n.
Und wias am Schluß dann festgstellt ham,
war'n 63 Mark beisamm.
Den Betrag nun ganz genau
überwies'n sie der alten Frau.

Die Freud vom Muatterl war sehr groß
darüber Tränen sie vergoß.
Jetzt konnte sie den Mantel kaufn
und braucht nicht mehr ohne lauf'n,
und aus innerer Dankespflicht
hats's no an Brieaf an's Christkind g'richt.
Dös hat sie sich net nemma lass'n,
sie schrieb daher folgendermaßn:

Für die hundert Mark dank' i' dir,
du hast da sehr geholf'n mir.
Doch wenn i'wieder um Geld dich bitt,
so schick mir's doch über's Finanzamt nit,
mit dene is des fei a Gfrett,
solche Lump'n trau i net,
von dene 100 Mark, s'is net derlog'n,
hams 37ge abgezogn.

Quelle: http://www.weihnachtsstadt.de/Gedichte/mundart/Adventsgeschichte.htm